Aussteller 2010
Hier finden Sie eine Liste aller Aussteller, die an der IWB vom 26. bis 28. März 2010 teilgenommen haben.
Sonderschauen 2010
Sonderschau des VdW - Verband für Waffentechnik und -geschichte e.V.
„Die Kunst der Büchsenmacher und Graveure“
Das Büchsenmacherhandwerk hat eine Jahrhunderte alte Tradition und noch heute muten viele Arbeitsgänge antiquiert an. Doch das ist es gerade, was dieses Handwerk ausmacht – viel Handarbeit, Präzision, Fingerspitzengefühl und ein Gespür für die Werkstoffe Metall und Holz.
Der Waffensachverständige Reiner Herrmann, der nun bereits im achtzehnten Jahr eine Sonderschau für den VdW auf der IWB ausrichtet, will mit seiner diesjährigen Ausstellung die Berufe Büchsenmacher und Graveur näher beleuchten.
Büchsenmachermeister Uwe Volk aus Suhl wird mit drei Schülern von der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure im Rahmen der Sonderschau zeigen, was hinter diesem Beruf steckt, wieviel handwerkliches Geschick der Büchsenmacher für den Bau einer Waffe benötigt und welche Kreativität und künstlerische Begabung ein Graveur haben muß. Sie werden den Messebesuchern alles Wissenswerte über die Berufsausbildung und das Berufsbild dieser Handwerke vermitteln und sicher bereitwillig deren Fragen beantworten. An den Werkbänken können die Messebesucher den angehenden Fachleuten über die Schulter und ganz genau auf die Finger sehen. Arbeitsproben der Graveure, Schäfter, Rohrmacher, Systemmacher und Schnittmodelle werden das Bild komplettieren.
Sonderschau des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.
„Die Entwicklungsgeschichte der Feuerwaffen“
Im Mittelpunkt der diesjährigen Sonderschau des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. steht die Entwicklungsgeschichte der Feuerwaffen. Dabei gilt: Ohne Schießpulver geht gar nichts, das wurde erstmalig im Jahr 1260 erwähnt. Ab diesem Zeitpunkt schritt die Entwicklung immer ausgefeilterer Feuerwaffen unaufhaltsam fort – von der Luntenzündung über das Radschloss, das Steinschloss und die Perkussionszündung bis hin zur Patrone, in der Geschoss, Ladung und Zündmittel vereint sind. Auch diese verzeichnete verschiedene Entwicklungsstufen – Zündnadelpatronen, Stiftfeuerpatronen, Randfeuerpatronen und Zentralfeuerpatronen markieren hier die entscheidenden Schritte. Auf der Sonderschau des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen sind nicht nur seltene Stücke zu bewundern, es stehen auch zahlreiche Fachleute für Fragen rund um historische Waffen und Munition zur Verfügung.
Sonderschau der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V.
„Die Südwestafrika-Denkmünze 1907 und deren Gefechtsspangen“
Diese Denkmünze zur Erinnerung an die Niederwerfung der Eingeborenen-Aufstände in Deutsch-Südwestafrika in den Jahren 1904-1908 wurde von Kaiser Wilhelm II. im März 1907 gestiftet. Nach der China-Denkmünze war dies die Zweite, welche er, für kriegerische Auseinandersetzungen, in seiner Regierungszeit, verliehen hatte. Es gab sie in Bronze für alle beteiligt gewesenen Streitkräfte, sowie für die an der Kranken- und Verwundetenpflege beteiligten Personen. In Stahl erhielten diese Denkmünze dann solche Personen, welche an den Vorbereitungen zur Entsendung der Streitkräfte in außergewöhnlichem Maße beteiligt gewesen, ebenso Angehörige der Besatzungen von Schiffen deutscher Reedereien, welche zur Beförderung von Truppen und Kriegsbedarf nach und von Südwestafrika gechartert waren. Der Entwurf der Denkmünzen stammt von Kaiser Wilhelm II selbst. Die Stempel schnitt der kgl. Medailleur O. Schultz von der Berliner Hauptmünze. Mit der Denkmünze wurden auch Gefechtsspangen, welche die Namen der Gefechtsorte trugen, gestiftet. Für die Südwestafrika-Denkmünze gab es davon 16, welche entweder den Namen eines Einzelgefechtes, z.B. TOASIS, oder mehrere Gefechte, über einen längeren Zeitraum, nennen. Die einzelnen Gefechtsspangen heißen: HEREROLAND, OMARURU, ONGANJIRA, WATERBERG, OMAHEKE, GROSS-NAMALAND, FAHLGRAS, TOASIS, KARAS-BERGE, GROSS-NABAS, AUOB, NURUDAS, NOSSOB, ORANJE, KALAHARI 1907, KALAHARI 1908. Die Gefechtsspange „KALAHARI 1907“ wurde ausschließlich an Britten verliehen. Diese Ausstellung zeigt, wie die Gefechtsspangen auf den großen Ordensspangen, auch mit den damals verliehenen Kriegsauszeichnungen, getragen wurden.



